Kortison absetzen/Was passiert dann?

Was hilft, was nicht? Tipps und Erfahrungen

Kortison absetzen/Was passiert dann?

Beitragvon Finchen » 11.11.2011, 14:45

Hallo Zusammen,
ich bin weiblich, 29 Jahre alt und leide seit meinem 14 Lebensjahr unter SE.
Angefangen hat es mit einer schuppigen Stelle an der Augenbraue. Damals wusste ich noch nicht was es ist und habe einfach Nivea drauf geschmiert.
Als nichts passierte bin ich dann zum Hautarzt, dieser verschrieb mir ein Kortisonpräparat welches ich natürlich draufschmierte.
Irgendwann tauchten dann im Gesicht immer mehr Stellen auf (neben der Nase, Kinn, vor und Hinter den Ohren, Haaransatz Stirn). Also schmierte ich weiter die Kortisonsalbe.
Das alles geschah aus Kosmetischen Gründen, ich befand mich mitten in der Pubertät als junges Mädel wollte ich nicht aussehen als wenn ich was ansteckendes habe.
Irgenwann half die Salbe nicht mehr und ich testete über Jahre verschiedene Salben vom Hautarzt. Nichts half wirklich.
Aktuell benutze ich nun aus Verzweiflung eine Kortisonsalbe mit Salicylsäure, die ich eigentlich nicht ins Gesicht schmieren dürfte.
Nun mein Problem: Ich habe die Befürtung, dass unter der ständigen Cremerei mit Kortison das Ekzem sich immer weiter ausbreitet...hat jemand ähnliche Erfahrungen?
Wenn ich nun nach 15 Jahren Kortison das Zeug einfach absetze werden die Stellen riesig, krustig und rot (ich kann so das Haus nicht verlassen) und das Gesicht brennt wie Feuer.
Wie lange werden die Beschwerden ca. anhalten? Meint ihr, dass sich das Ekzem vielleicht danach wieder zurückbildet?
Meine Mutter hat auch so ne Stelle SE nur an der Augenbraue, hat nie was drauf gemacht und auch keine Ausbreitung erlitten.
Ich habe fürchterliche Angst, dass es irgendwann das komplette Gesicht betrifft.
Danke und Gruß
Finchen
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Re: Kortison absetzen/Was passiert dann?

Beitragvon MichaMijou » 13.11.2011, 11:33

Hi Finchen, ich bin jetzt auch 29 und habe es seit ca 12 Jahren. Habe auch lange ein Kortisonpräparat benutzt.
Das Ergebniss war ein "NAJA" mal war es gut und mal halt nicht. Das Kortison über einen so langen Zeitraum nicht gut für die Haut ist brauche ich ja nicht zu sagen. Aber man möchte ja auch halbwegs normal leben und nicht immer angesehen werden. Habe hier schon viel gelesen was bei dem einen oder anderen geholfen hat und bin selbst noch am versuchen was für mich das richtige ist. Jede Haut reagiert ja anders.
Geholfen habe ich dir jetzt nicht wirklich aber du bist zumindest nicht allein ;-)

Gruß Micha
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Re: Kortison absetzen/Was passiert dann?

Beitragvon seven » 15.11.2011, 23:17

Auf keinen Fall absetzen! Geh zum Hautarzt, schildere deinen Krankheitsverlauf, und frage ihn wie man es am Besten anstellt, schleichend auf "Elidel" umzusteigen. Wirkt wir Koritson, aber ohne dessen Nebenwirkungen. 2x Elidel am Tag.

Hier im Forum scheint ja Apfelessig der Renner zu sein. Hast du das schonmal versucht?
Pflegeprodukte
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Gesicht: Elidel
Innerlich: Kanne Brottrunk

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Re: Kortison absetzen/Was passiert dann?

Beitragvon StrangeThings » 17.11.2011, 02:21

Hi,
vorerst: Bitte aufpassen mit Mitteln wie Elidel!
http://www.psoriasis-netz.de/medikament ... sicht.html

So, das klingt für mich wirklich extrem über so einen langen Zeitraum Kortison-Präparate zu nehmen und das auch noch ärztlich "empfohlen", verwundern tut es mich allerdings nicht bei der heutigen pharmazeutischen "Beratungs-"Lage der Ärzte. Jetzt hast Du den Salat.

Ich kann dir nur wie vielen anderen ans Herz legen, such Dir nicht die schnellste, sondern die beste Lösung. Und die muss nicht unbedingt in die Richtung Chemie gehen. Leider wird Deine Haut wohl nun EXTREM lange brauchen um sich der Kortison-Behandlung zu entwöhnen und anzufangen sich selbst zu heilen. Dass es für Dich echt schwierig sein muss mit dem Alltag, der Umstieg, das Ausprobieren, das Risiko "verunstaltet" auszusehen, nicht zuletzt wegen der Arbeit kann ich 100%ig nachempfinden, mir ging und geht es nicht anders. Aber Du darfst doch für die Eitelkeit und den Job meiner Meinung nach nicht Deine Gesundheit aufs Spiel setzen, denn dann verlierst du noch nachhaltiger, wenn du Pech hast, trägst Du bereits jetzt schlimmere Nebenwirkungen davon.
Behalte beim ganzen Kampf gegen die Symptome Dich selbst stets im Auge!

Jetzt kommt was spießiges:
Es GIBT KEINE optimale Lösung für alle, deswegen heißt es du kannst NUR rumprobieren, oder dich mit Nebenwirkungen, oder dem Ekzem rumschlagen, im Endeffekt musst Du abwägen was für Dich akzeptabler ist.

Ich wünsche Dir viel Erfolg bei Deiner "Genesung" ;) und bitte:
Schau mal wieder vorbei und erzähl womit du Erfolge erzielst, selbst wenn es in 2 Jahren ist, es könnte schließlich jemandem das Leben erleichtern.

LG
StrangeThings
> Meine Lösung

Wichtige Anmerkung:
Dies ist ein rein laienhafter Meinungs-Beitrag, dieser stellt weder eine medizinische Auskunft dar, noch soll er eine ärztliche Beratung ersetzen.
Bitte fragen Sie Den Arzt/Apotheker Ihres Vertrauens!
StrangeThings
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