Das Seborrhoische Ekzem

Was ist ein Seborrhoisches Ekzem?
Das Seborrhoische Ekzem bzw. die Seborrhoische Dermatitis erkennt man meist an rötlichen, schuppigen Stellen rund um die Nase, den Augenbrauen oder dem Haaransatz und vermehrte Schuppenbildung auf der Kopfhaut. Andere Bereiche des Körpers wie der Bauchnabel, die Haut unter die Arme, Brust, Leiste und Gesäß, können ebenfalls Betroffen sein, was aber eher selten vorkommt.
Meist fängt es mit kleinen Schuppen in den Haaren an, mit welchen sich wohl schon jeder einmal rumplagen musste. Nimmt die Schuppenbildung aber zu und fängt die Kopfhaut an zu jucken (was nicht zwingend sein muss) so könnte es sich dabei schon um die ersten Anzeichen von einem Seborrhoischem Ekzem handeln.


Dieses Foto aus der New York Times trifft es ziemlich gut: Beispielfoto.

Hat mein Baby ein Seborrhoisches Ekzem?
Häufig kommt eine Ekzemform, ähnlich des seborrhoischem, bei Säuglingen im Alter von bis zu 3-4 Monaten vor. Dieser sogannte Milchschorf (Grind oder auch Gneis genannt) ist hingegegen vollkommen harmlos und verschwindet meist recht schnell wieder. Nähere Infos zum Milchschorf finden sich auf Wikipedia.de. Krazt sich Ihr Kind an den Stellen und fängt es sogar an zu nässen oder bluten, sollte man auf jeden Fall einen Arzt aufsuchen; hierbei könnte es sich um eine Vorstufe des atopischen Ekzem (Neurodermitis!) handeln.

Bei Erwachsenen tritt das Seborrhoische Ekzem vorwiegend in jüngeren Jahren (18.-40. Lebensjahr) zum ersten mal auf und verschwindet dann normalerweise nie mehr ganz, da es sich Vermutungen nach um eine chronische Erkrankung handelt. Viele Menschen wissen zum Teil garnicht das Sie von dieser Hautkrankheit betroffen sind, da Sie im Prinzip sehr häufig vorkommt aber oft nur in einer kaum wahrnehmbaren Ausprägung. Laut Studien sind ca. 1-5% der Gesamtbevölkerung davon betroffen.

Was sind die Ursachen?
Die genauen Ursachen für die Entstehung dieser Krankheit sind leider nicht wirklich bekannt. Es wird vermutet, das die Seborrhoische Dermatitis im Zusammenhang mit Hormonen auftritt, da die Krankheit sehr oft bei Säuglingen und Kindern nach einiger Zeit wieder verschwindet. Ebenso geht man davon aus, das ein Hefepilz namens Malassezia Furfur eine größere Rolle spielt. Dieser Organismus ist in der Regel in geringen Mengen bei jedem Menschen auf der Haut vorhanden, bei Betroffenen des Seborrhoischem Ekzems aber in vermehrter Zahl, was zu Hautproblemen führen könnte. Außerdem nimmt man an, das Stress und eine erhöhte Talgprodukion nicht unwesentlich zu der Entstehung das Ekzems beitragen.