Stina's declassified SE Survival Guide

Deine persönliche SE Geschichte

Stina's declassified SE Survival Guide

Beitragvon Stina93 » 28.11.2015, 21:45

Hallo ihr Mit-Ekzemgeschädigten,

seit 2008 stalke ich hier immer wieder einmal herum, wollte mich aber nie anmelden, da ich nie eine Lösung für meinen individuellen Problemkomplex gefunden hatte. Ich bin 22 Jahre alt, leide seit sieben Jahren am SE. Gepflegt hatte ich meine Haare (bin nur an der Kopfhaut betroffen) immer fleißig mit Wella Pro Series-Shampoo und etlichen Spülungen (auch Dove), deren INCI sich wie ein chemischer Roman lesen ließen. Meine Kopfhaut war durchgängig fettig, gelb schuppend, gerötet, hat gespannt und gebrannt, nach der Haarwäsche gejuckt wie verrückt. Als erstes bin ich dann auf Naturkosmetik ohne SLES umgestiegen. Davon wurden meine Haare noch strähniger. Da ich sie nie geföhnt oder coloriert habe, konnte ich mir nicht erklären, woher das kam. Nur in der Schwangerschaft und während der Einnahme oraler hormoneller Kontrazeptiva war das Ekzem verschwunden und die Haare dick, voluminös. Nun musste ich die Pille absetzen, da eine erhöhte Thrombosegefahr besteht (bei Pillen ab der 3. Generation) und ich psychisch zu nichts mehr zu gebrauchen war. Im November letzten Jahres musste sie wieder eingenommen werden, da ich keinen Ausweg mehr sah, die Lage auf dem Kopf wieder in den Griff zu kriegen. Diese Pille war aber noch schlimmer fürs Hirn, hätte fast meinen Studienplatz verloren. Also wieder abgesetzt, hoffentlich für immer. Da ich wusste, was mir schwant, rannte ich zum Hautarzt. Dieser sagte im O-Ton "Das Shampoo da kriegen Sie in der Türkei für'n Appel und 'n Ei." Ich wollte ein Medikament zur inneren Anwendung. Hatte mir schon was ausgeguckt: Iso. Da ich aber keine Akne hatte, hatte ich keine Chance - bei keinem der drei Hautärzte und zwei Hausärzte, die ich zwecks dessen aufgesucht hatte. Also suchte ich einen Endokrinologen auf, um mich auf androgenetische Alopezie und Östrogenmangel untersuchen zu lassen. Die Ergebnisse waren damals negativ, da die Wirkung der Pille noch ein wenig anhielt. Aaaaber: Ich ließ mir "Vitamin A", sagte der Arzt, "Isotretinoin", sagte ich, verschreiben. Auf Privatrezept. Das war aber natürlich total überteuert. Deswegen ging ich, nachdem ich eine Halbjahrespackung Iso für 70€ gekauft und aufgebraucht hatte, zu einer anderen Hautärztin und legte ihr das Folge-Privatrezept vor. Sie sagte dann, der Endokrinologe wisse ja, was er tue. So, Blut- und Schwangerschaftstest gemacht, alles gut, Kassenrezept bekommen. Jetzt bin ich seit Mitte April in Behandlung, kein Haarausfall mehr, keine Schuppen mehr, ich trinke zwar kaum Alkohol (1 x pro Monat), aber wenn, dann ist die Haut am nächsten Tag - wieso auch immer - im Gesicht noch reiner. Ich verwende Clynol Cleansing Shampoo und gehe einmal in zwei Wochen ins Solarium. Inzwischen vermute ich hinter alledem (Ekzem, Depressionen, Schmerzen, Hyperhidrose, Spannungskopfschmerz, Brainfog) alledem eine Fibromyalgie. Das bedarf aber noch weiterer Abklärung. Nun muss ich Iso aber wahrscheinlich bald absetzen, da die Behandlung ja nicht zu lange erfolgen soll. Habt ihr Erfahrungen damit? Also speziell auf SE angewendetes Aknenormin? Wie wahrscheinlich ist es, dass die Kopfhautplage wieder hereinbricht?

Ich wünsche einen schönen Abend und verbleibe mit lieben Grüßen :)
Stina93
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Re: Stina's declassified SE Survival Guide

Beitragvon seiko » 29.11.2015, 19:41

Isotretinoin ist das einzige was wirklich hilft.
seiko
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