SE-Achterbahn-Verlauf

Deine persönliche SE Geschichte

SE-Achterbahn-Verlauf

Beitragvon SE-Genervter » 18.10.2015, 22:20

Erstmal Hallo und Kompliment für die tolle Community!
Ich habe hier schon früher mal gelegentlich reingeschaut, jetzt wollte ich mich aber mal anmelden, da mir mein SE momentan ziemliche Rätsel aufgibt. Aber erst mal der Reihe nach:

Ich bin männlich, fast 23 und SE wurde bei mir vor ca. 5 Jahren diagnostiziert, so genau weiß ich das gar nicht mehr.
Zu Beginn meiner SE-Karriere stand die Behandlung mit Terzolin und Imazol. Weil das nur mäßige Erfolge zeigte, hat meine Hautärztin mir Elidel verschrieben, mit der Anweisung dies nicht unbedingt jeden Tag, sondern nach Erfordernis aufzutragen. Ich würde sagen, dass ich in der Woche im Schnitt auf 4 Anwendungen komme. Wenn das Gesicht besser aussieht, dann mal zwei Tage nicht, wenn es schlecht aussieht, dann auch schonmal 3 Tage am Stück. Für "Notfälle" habe ich noch Prednitop da.
Außerdem soll ich das Gesicht täglich reinigen, was ich aber sträflich vernachlässige, da ich eh jeden Abend dusche und dabei alles Fett aus dem Gesicht wasche. Für die Reinigung soll ich den Reiningsschaum von Dermasence verwenden, der aber nach der Reinigung für eine Zeit anfangs brennende Rötungen hinterlässt. Da müsste es wohl etwas milderes sein. Ansonsten habe ich noch die talkhemmende Phytosabal Gelcreme von Dermasence, die ich auch gelegentlich auftrage. Soweit zur Medikamentation und Kosmetik.

Anfangs beschränkten sich die SE-Stellen (also Rötung und Schuppen) nur auf den Bereich der Nasenflügel und über der Nase leicht in die Augenbrauen hinein. Seit Jahren nimmt die Anzahl der Stellen jedoch konsequent zu, sodass mittlerweile auch der untere Schläfenbereich, Teile unter der Nase und zu den Mundwinkeln hin, einzelne Stellen am Kinn, Flächen auf den Wangen, der Stirnbereich sowie eine Stelle mittag am Haaransatz betroffen sind. Glücklicherweise zeigen sich selten alle Stellen gleichzeitig, was aber vorkommen kann.

Was mich aber nun sehr wundert, ist der schwankende Verlauf des Auftretens der Symptome. Im Ein- bis Zweiwochentakt ist das Erscheinungsbild mal besser mal schlechter, Salbe und sonstige Maßnahmen haben da aber nur gemäßigten Einfluss drauf. Mit anderen Worten: wenn es mal wieder beschissen aussieht, reicht reinigen und einsalben nicht aus, eine Portion Hoffnung und Glück muss schon dabei sein, damit es eine schnelle und deutliche Besserung gibt. Je länger ich diese Schwankungen beobachte, umso mehr sinkt mein Vertrauen in die Elidel-Creme, weil sie ja scheinbar nicht alleine für Rückgang bzw. Anstieg (bei Weglassen) der Symptome verantwortlich ist. Insgesamt passt mir die Tendenz zu immer mehr Stellen natürlich gar nicht.

Komplett verwirrt hat mich aber letztens, als ich ca. 10 Tage ein wunderbares Hautbild hatte, keine nennenswerten Schuppungen oder Rötungen. Während dieses Zeitraums habe ich keine Salbe aufgetragen oder sonstige besondere Maßnahmen ergriffen, sondern einfach mal den Dingen seinen Lauf gelassen. Leider ist das SE momentan in voller Härte zurückgekommen, zeigt sich an vielen Stellen mit Rötungen und Schuppen, sodass sich die Haut wie grobes Schmiergelpapier anfühlt.

Kann sich jemand das neuliche Ausbleiben der Symptome erklären? Wer hat noch so einen schwankenden Verlauf? Wie sieht es mit der negativen Tendenz aus? Ist Elidel überhaupt noch die richtige Salbe?

Mein großer Wunsch wäre natürlich, dass sich das SE mal endlich ganz verzieht. Langsam ist es nämlich auch mal genug, wenn man jeden Tag den Stand der Dinge im Spiegel checken muss und sich wieder auf's Neue überlegt, wie man jetzt am besten reagiert. Eine Patentlösung hat sich aufgrund meines bisherigen Verlaufs nämlich nicht für mich abgezeichnet. Ich werde wohl auch demnächst mal wieder meine Hautärztin konsultieren müssen, bisher hatte ich mir für Elidel immer Folgerezepte beim Hausarzt geholt.
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Re: SE-Achterbahn-Verlauf

Beitragvon gezha » 21.10.2015, 23:27

Dieser "schwankende Verlauf" ist wohl auf die SE-Schübe zurückzuführen, was typisch für dieses Krankheitsbild ist.

Seltsamerweise hab ich so gut wie nie welche (4x im Jahr vllt.).

was ich aber bemerkt habe ist: umso weniger man sich darum kümmert, und vor allem: umso weniger man daran denkt (!), desto weniger stark ist es dann sichtbar. Ich weiß, es ist sehr schwer NICHT daran zu denken und es auszublenden. Aber hin und wieder schaffe ich es für Stunden, Tage. Und dann seh selbst ich kaum was ...
Eigentlich sollte man Verfassungsklage gegen das Seborrhoische Ekzem erheben. Es schränkt einen in seiner allgemeinen Handlungsfreiheit aus Art. 2 I GG ein.
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Re: SE-Achterbahn-Verlauf

Beitragvon SE-Genervter » 23.10.2015, 14:42

Danke für die Antwort. Ich hatte zwar gedacht, dass sich hier mehr Leute aufhalten, aber gut, jeder Beitrag ist wichtig.

Ehrlich gesagt, glaube ich nicht daran, dass man mit innere Einstellung Hautekzeme unterdrücken kann. Man kann sich an das Hautbild gewöhnen und im Zuge dessen kleinere Auffälligkeiten als "normal" abtun. Das ist dann eher sowas wie Schönreden.
Das bringt aber leider alles nichts, wenn die Tendenz seit Monaten bzw. Jahren dahin geht, dass immer mehr Stellen betroffen sind.
Gibt es inzwischen andere Salben oder Medikamente, die ich vielleicht mal ausprobieren sollte?
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Re: SE-Achterbahn-Verlauf

Beitragvon gezha » 25.10.2015, 11:11

Hallo,

natürlich hast du recht, daß es nicht zu 100% weggeht. Es ist aber genau so bewiesen, daß viele Hautprobleme (und auch andere Probleme) psychische Ursachen haben (Tinnitus z.B.). Es schadet zumindest nicht. Also mir hilft es etwas. Ganz weggehen tut es natürlich nicht - leider. Aber selbst eine 20%ige Verbesserung freut mich schon.
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