Richtig behandelt?

Deine persönliche SE Geschichte

Richtig behandelt?

Beitragvon Tehorn » 18.12.2010, 18:42

Hallo allerseits!

Ich bin seit über einem Jahr in Behandlung, nur ob diese Behandlung auf SE abziehlt kann ich nicht sagen, da sich mein Hautarzt nicht eindeutig äußert, daher schildere ich ersteinmal, wie das ganze angefangen hat.

Vor mehr als einenem Jahren bin ich zum Hautarzt gegangen, weil ich kleinere, entzündete Stellen auf der Kopfhaut hatte, die stark schuppten. Auf die Frage, was das sei, gabs erstmal keine richtige Antwort, außer, dass es eine Art Ekzem sei. Der Doc verschrieb mir eine angerührte Creme mit Salycilsäure und einem Entzündungshemmenden Mittel, welche weiß ich nichtmehr. So weit so gut, ich habs jeden Abend, wie verordnet aufgetragen und es hat auch geholfen, so lange jedenfalls, bis die Tube leer war. In der Zeit bis zur nächsten Untersuchung kamen die schuppenden Stellen wieder aber diesmal juckten sie auch ständig. Als nächstes verschrieb mir der Arzt das Shampoo Batrafen S, was ich, bis es leer war, benutzen sollte. Das hab ich auch getan, nur hat es überhaupt keine Wirkung gezeigt, mit kam es sogar vor, dass die Stellen größer wurden, ich hatte nichtmehr nur die Stellen am HInterkopf sonder langsam zeigte sich auch eine schuppende Stelle am Haaransatz auf der Stirn. Beim nächsten Besuch habe ich eine Emulsion verschrieben bekommen, mit Cortison. Wie bei der ersten Salbe auch, hat es geholfen, so lange ich die Stellen täglich eingerieben habe. Als dieses Medikament verbraucht war, kamen die Stellen wieder, größer, entzündeter und juckender als je zuvor. Beim darauffolgenden Arztbesuch hat der Arzt mir wohl irgendwie versucht mitzuteilen, dass ich selbst Schuld dran sei, ich solle immer frische Handtücher zum Abtrocknen benutzen etc., was ich sowieso tue. Der Arzt meinte, dass wir die Behandlung mit Batrafen S nochmal durchführen müssen, auch auf meinen Hinweis hin, dass das beim letzten Mal schon nichts gebracht hat.
Letzten Freitag hab ich das Shampoo verbraucht, es hat überhaupt nichts gebracht, die Stellen sind in der ganzen Zeit nur noch größer geworden und wachsen so langsam Richtung Ohren.

Ich wasche mir fast jeden Tag die Haare und benutze ein Shampoo aus der Apotheke mit Urea, oder H&S Sensitiv.
Der nächste Termin beim Hautarzt steht schon an, aber ob das diesmal was hilft, glaube ich eher nicht.
Es ist mit der Zeit immer schlimmer geworden, und ich hab keine Ahnung was ich machen soll...
Weiß jemand Rat?
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Re: Richtig behandelt?

Beitragvon stef82 » 18.12.2010, 22:10

Schwer zu sagen ob das klassisches SE ist. Ich würd mal diverse Anti-Schuppen-Shampoos ausprobieren. Anfangen würde ich mit einem Shampoo das ketoconazol als Wirkstoff hat, Terzolin zb. Ansonsten wirst du im Forum einige Vorschläge finden. Regelmässige Spüllungen mit Apfelessig, welches ein wenig mit Wasser verdünnt wird, kann auch helfen.
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Re: Richtig behandelt?

Beitragvon Tehorn » 23.12.2010, 14:24

Vielen dank ersteinmal für deine Antwort stef82.

Ich habe jedoch Bedenken irgendwelche Shampoos auf eigene Faust durchzuprobieren, das könnte alles ja nur noch verschlimmern.
Als erstes werde ich wohl zu einem anderen Hautarzt gehen oder mal dem örtlichen Hautklinikum einen Besuch abstatten, weil das mittlerweile garnicht mehr auszuhalten ist, vorallem wegen dem Jucken aber auch, weil ich immer ausseh als ob es grade geschneit hätte, ist schon ziemlich lästig. :(
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Re: Richtig behandelt?

Beitragvon tomtim » 08.03.2011, 23:45

Hallo Tehorn!

Arzt wechseln bzw. 2., 3. und 4. Meinung einholen ist immer eine gute Idee - viele Hautärzte scheinen Seborrhoisches Ekzem gar nicht zu kennen oder haben nur ein sehr begrenztes Know-how. In 15 Jahren hat nur die Hälfte der Ärzte bei mir überhaupt die (im Rückblick eindeutige) richtige Diagnose gestellt, nur 2 empfahlen Mittel und Shampoos, die überhaupt etwas brachten. Wenigstens hat mir keiner Kortison draufgeklatscht.

Als Laie kann man Seborrhoisches Ekzem nach meiner Erfahrung nur sicher erkennen, wenn man Schuppungen auch im Gesicht hat, aber die Symptome, die du beschreibst, passen jedenfalls alle.
Haare: Head & Shoulders mild - Mandel
Erfolg: mäßig aber stabil
Gesicht: Apfelessig mit Pads auftragen, drauflassen
Erfolg: durchschlagend, trotz Pausen kaum Symptome
Körper: (Apfel)essig
Erfolg: Anwendung eingestellt, keine Symptome mehr
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Re: Richtig behandelt?

Beitragvon Tehorn » 22.07.2011, 20:45

Hallo, mal wieder!

tomtim hat geschrieben: Arzt wechseln bzw. 2., 3. und 4. Meinung einholen ist immer eine gute Idee


Das hab ich auch getan, tomtim! Ich erzähl mal, wie es bisher so lief:

Nachdem ich Batrafen S das zweite Mal angewandt hatte, wie ich schon beschrieben hab, wurde es ja auch nicht besser und ich ging wieder mal zum Hautdoc. Was hat dieser mir wohl verschrieben? Ein Kortisonpräparat mit Betemethasonvalerat... Ich hab den Arzt daraufhin gefragt, ob das mit dem Kortison jetzt ewig so weiter gehen würde, und ob er mal ein bisschen mehr versuchen könnte, herauszufinden was ich hab. Die Antwort war, dass es in der Dermatologie extrem schwer wäre, eine Diagnose zu finden, und dass die häufigste Ursache für solcherlei Hautleiden psychosomatisch wäre.
Ob ständiges Kortison Verschreiben da eine Lösung ist, ist meiner Meinung nach fragwürdig. Dafür braucht man sicherlich kein Jahrelanges Medizin Studium, m.E. nach.

Jedenfalls habe ich auf Rat meines Hausarztes, den Hautdoc dann gewechselt, er empfahl mir einen sehr bekannten Hautarzt in Dortmund. Da bin ich dann auch hin: Sehr schöne Praxis und eine Trennung von Kassen- und Privatpatienten, die wohl nicht deutlicher sein kann. Von Bekannten habe ich jedoch auch gehört, dass dieser Arzt, oder besser sein Team aus Ärzten die besten ihrer Zunft seien.
Erst wurde die Kopfhaut untersucht, dann wurde mir Blut abgenommen, zwecks Allergietests. Anschließen wurden mir einige Zusatzleistungen unterbreitet, so ein Trichoscan, da ich mittlerweile auch an Haarausfall litt. Den Scan lehnte ich jedoch ab, ich wusste ja auch so, dass mir die Haare ausgingen, wozu das ganze also? Der Allergietest hat nichts ergeben und daraufhin verschrieb mir der neue Arzt Clarelux, ist einigen hier bestimmt ein Begriff. Das sollte ich ersteinmal 2 Wochen benutzen und anschließend eine Lösung mit Minoxidil für den Haarausfall und Betamethasonvalerat, die ich solange benutzen sollte, bis sie verbraucht war. Das tat ich auch alles brav: Das Ekzem verschwand, die Haare hörten auf so stark auszufallen. Dieser Zustand hielt etwa ein halbes Jahr, bis besagte Lösung verbraucht war, da hieß es: Ab zum Hautarzt!
Er schaute sich die Stellen am Kopf kurz an, murmelte etwas davon, dass dieses Ekzem wohl in Intervallen kommen würde und das Beste kommt jetzt: Er hat mir genau das gleiche verschrieben, wie vor einem halben Jahr!!! Als ich ihn dann fragte, ob es das schon gewesen sei, meinte er nur, dass die Ursache wohl psychosomatisch wär und Kortison eben das beste Mittel sei.
Da wurde mir klar: Ich brauche einen neuen Arzt!

Über eine Freundin kam ich dann komischerweise zu einem Internisten, der auch Allergologe ist, und ich muss sagen: Ich bin positiv Überrascht gewesen! Er hat mich nicht nur ausgiebig Untersucht, wir führten auch ein Gespräch über alles Mögliche. Bis dato kannte ich so etwas von Ärzten gar nicht. Seiner Meinung nach sind diese Abfertigungsverfahren bei Hautärzten wohl üblich.

Jedenfalls will er versuchen mir zu helfen, ohne Kortison. Er hat mir Zinktabletten verschrieben, die ich jetzt über längere Zeit nehmen soll. Des Weiteren soll ich mir die Haare nicht mehr täglich waschen und die Entzündeten Stellen mir Melkfett einschmieren, bis das Kortison in der Haut abgebaut ist.

Hoffentlich kann er mir helfen!
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Re: Richtig behandelt?

Beitragvon StrangeThings » 13.09.2011, 01:39

Hi, das was du da von den Hautärzten schreibst ist leider der tägliche Wahnsinn, das kenne ich nur zu gut.

Ich, M 18 wurde sofort auf SE diagnostiziert, als ich letztes Jahr bei meinem Hautarzt aufkreuzte, der verschrieb mir dann gleich ein Kortisonpräparat und ein antimytokotisches Shampoo, was ich auch brav anwendete und das Problem damit auch eine Zeit lang absolut stressfrei unterdrücken konnte.

Leider wurde es mit der Zeit immer schlimmer bzw. ich musste immer wieder und häufiger diese Mittel draufklatschen, teilweise sogar täglich und ohne Pausen.
Dazu muss ich aber auch sagen, ich bin nicht mehr zum Hautarzt gegangen, außer um Nachschub für das Mittel zu holen.

Alles in allem kann ich nur sagen, dass ich ab jetzt die Finger von Kortisonpräparaten lassen werde, ich benutze derzeit Apfelessig und einen Sud aus Stiefmütterchenkraut (Entzündungshemmend) und Lakritzwurzel (Kortisonähnlich, aber keine Nebenwirkungen wie Kortison), es dauert zwar, aber ich habe das Gefühl, dass es langsam besser wird.
Desweiteren benutze ich keine Shampoos mehr, die mit Chemie vollgepumpt sind, seitdem spüre ich eine deutliche Verbesserung meiner Kopfhaut.

Du hast selbst gemerkt, welch ein Krampf die heutigen (besonders die Haut-)Ärzte veranstalten.
Wieso kann ich Dir auch sagen, dicke Prämien der Pharmaindustrien! (Und ja, dafür gibt es Beweise).
> Meine Lösung

Wichtige Anmerkung:
Dies ist ein rein laienhafter Meinungs-Beitrag, dieser stellt weder eine medizinische Auskunft dar, noch soll er eine ärztliche Beratung ersetzen.
Bitte fragen Sie Den Arzt/Apotheker Ihres Vertrauens!
StrangeThings
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