neues Mitglied bittet um Ratschläge

Deine persönliche SE Geschichte

neues Mitglied bittet um Ratschläge

Beitragvon phil » 06.04.2010, 21:11

Hallo alle miteinander,

ich bin neu in diesem Forum und würde hier gerne meinen Fall schildern. Ich würde mich sehr freuen, wenn der ein oder andere das Folgende sich durchliest und mir ein paar Tipps erteilen kann.

Ich bin männlich, 27 Jahre alt und habe seit ca. 2 1/2 Jahren folgende Symptome:
- stark gerötete Wangen und eine leichte Rötung zwischen den Augenbrauen
- Pickel, die meist in Schüben auf den geröteten Stellen auftreten
- schuppige Haut im Bartbereich
- generell ist die Gesichtshaut morgens nach dem Waschen ausgetrocknet und abends eher fettig
- leicht schuppiges Haar
- ein paar rote Stellen auf der Kopfhaut

Auf Grund dieser Symptome bin ich bei verschiedenen Hautärzten in Behandlung wegen ROSAZEA gewesen. Nachdem ich ein Allergietest gemacht hatte, bei dem eine Unverträglichkeit gegen mein Anti-Schuppen-Shampoo von Nivea nachgewiesen wurde, wurde die Diagnose "Rosazea" zwischendurch fallen gelassen, inzwischen aber wieder aufgenommen.
Behandelt wurde ich mit Metrodizanol, Oraycea und Skinoren.

Da in meiner Familie nie jemand Rosazea hatte und meine Haut im Sommer immer besser wurde, was wohl untypisch für Rosazea ist, habe ich vor gut zwei Wochen erneut den Hautarzt gewechselt und habe zum ersten Mal die Diagnose "SEBORRHOISCHES EKZEM" erhalten.
Die junge Ärztin verschrieb mir die folgende, in der Apotheke angemischte Creme:
Clotrimazolum 1,0g
Hydrocortison 0,5g
Dermatest Basissalbe ad 50,0g

Diese Creme benutze ich seit nun zwei Wochen und die Wirkung ist okay. Dennoch blieben zwischenzeitliche Schübe nicht aus.

Zusätzlich hat sie mir auch noch die Bifon Creme verschrieben (Wirkstoff: Bifonazol; Antimykotikum). Ich habe mich allerdings noch nicht getraut, diese Creme zusätzlich zu verwenden.

Zum Waschen des Gesichts benutze ich La Roche-Posay Toleriane (ph 5,5), was aber die Haut doch etwas auszutrocknen scheint. Für die Haare Physiogel und einmal die Woche ein Anti-Schuppen-Shampoo von Vichy.

Ich bin mir immer noch sehr unsicher, was ich tatsächlich habe und werde deshalb in zwei Wochen einen weiteren Hautarzt aufsuchen.
Falls ich aber ein s.E. haben sollte, würde ich mich über ein paar Tipps sehr freuen:

- Sprechen die Symptome für ein s.E.?
- Wie sinnvoll ist der Einsatz von der oben angegebenen Salbe, die ja Cortison enthält? Wie lange sollte ich sie nehmen?
- Welche Alternativen gibt es in der Apotheke oder in der Drogerie?
- Sollte ich die Bifon-Creme ausprobieren?
- Was tut Ihr für Eure Kopfhaut?
- Welche Tricks kennt Ihr?
etc. etc.

Vielen Dank an alle, die bis hierhin gelesen haben. Ich freue mich über jede Antwort.
Gruß, phil
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Re: neues Mitglied bittet um Ratschläge

Beitragvon jan_23 » 07.04.2010, 19:42

Hey und Willkommen,

leider gerade wenig Zeit daher kurz.

Ich bin männlich, 27 Jahre alt und habe seit ca. 2 1/2 Jahren folgende Symptome:
- stark gerötete Wangen und eine leichte Rötung zwischen den Augenbrauen
- Pickel, die meist in Schüben auf den geröteten Stellen auftreten
- schuppige Haut im Bartbereich
- generell ist die Gesichtshaut morgens nach dem Waschen ausgetrocknet und abends eher fettig
- leicht schuppiges Haar
- ein paar rote Stellen auf der Kopfhaut


Kann durchaus SE sein. Ist die Talgprodukion erhöht? Schuppen treten bei einer Rosazea auch nicht so häufig auf.

Dermatest Basissalbe ad 50,0g


Beim (fettigen) SE eher suboptimal. Was mit weniger Lipid-Anteil wäre da besser.

Wie sinnvoll ist der Einsatz von der oben angegebenen Salbe, die ja Cortison enthält? Wie lange sollte ich sie nehmen?


Kurzfristig zur Initialbehandlung sinnvoll. Nicht dauerhaft anwenden, oder zumindest nur in Intervallen.

Welche Alternativen gibt es in der Apotheke oder in der Drogerie?


Zuwenig. ;) Hier im Forum wird aber unter Mittel und Methoden einiges diskutiert. Einfach mal in Ruhe einlesen...

Sollte ich die Bifon-Creme ausprobieren?


Aber klar. Azolderivate (Ketoconazol etc.) gelten als Standarttherapeutika bei SE... Persönlich haben sie mich (zumindest Ketoconazol) allerdings nicht überzeugt.

PS: Nächstes mal im Bereich "Neue User stellen sich vor" posten... Bzw. dann im MuM

Grüße und viel Kraft,

J.
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Re: neues Mitglied bittet um Ratschläge

Beitragvon Jonas » 07.04.2010, 20:18

Nabend Phil und willkommen im Forum ,

habe den doppelten Beitrag im falschen Unterforum mal eben gelöscht :)

Gruß
Jonas
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Re: neues Mitglied bittet um Ratschläge

Beitragvon Samuel » 14.04.2010, 21:35

Hallo,
Wenn bei SE Terzolin oder Nizoral creme nicht richtig wirken, liegt das meist an falscher Anwendung :
Es muss unbedingt eine ausreichende Menge morgens und abends kräftig einmassiert werden - nur vorsichtiges auf die Haut schmieren reicht nicht aus.
Samuel
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Re: neues Mitglied bittet um Ratschläge

Beitragvon Scotty » 15.04.2010, 19:05

Samuel hat geschrieben:Hallo,
Wenn bei SE Terzolin oder Nizoral creme nicht richtig wirken, liegt das meist an falscher Anwendung :
Es muss unbedingt eine ausreichende Menge morgens und abends kräftig einmassiert werden - nur vorsichtiges auf die Haut schmieren reicht nicht aus.


Was verstehst Du den unter "ausreichende Menge" ?
Wieviel nimmst Du den, um z.B. die Stirn einzucremen?

VG Scotty
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Re: neues Mitglied bittet um Ratschläge

Beitragvon phil » 28.04.2010, 17:17

Hi,

erst einmal vielen Dank für die Antworten.
Ich melde mich erst jetzt, weil es erst jetzt Neues zu berichten gibt.

Habe die oben genannte Creme vier Wochen verwendet, ein wenig Besserung trat ein, aber nix Dolles.

Habe vor 10 Tagen eine weitere Hautärztin aufgesucht, die die Diagnose sE bestätigte und mir folgende zusammengesetzte Creme verschrieb:

Clobetasol prop. 0,05
Clotrimazol 1,0
Liniment aq. ad 100,0

Die Creme scheine ich ganz gut zu vertragen, aber eine Erstbesserung gibt's ja irgendwie immer - zumal ich erst heute plötzlich wieder eine neue rote Stelle bekommen habe.
Zusätzlich hat sie mir für die Kopfhaut Sebiprox verschriebn, was ich bisher vier mal verwendet habe und noch nix zu sagen kann.

Mein eigentliches Problem ist aber das folgende:
Ich habe gestern ein Allergietest gemacht, bei dem herausgekommen ist, dass ich eine Milbenallergie habe und die Tests bezüglich jeglicher Art von Pilzen waren erstaunlicherweise negativ.

Haltet Ihr es für möglich, dass ein sE mit einer Milbenallergie verwechselt wird?
Welche Informationen habt Ihr bezüglich der Frage: sE vs. Milbenallergie?

Ich freue mich auf Eure Antworten.
Gruß, phil
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