Moghwaigizmo1 stellt sich vor

Deine persönliche SE Geschichte

Moghwaigizmo1 stellt sich vor

Beitragvon moghwaigizmo1 » 01.02.2012, 23:31

Hallo Mit-Leidende!

Ich war am Wochenende wieder mal auf der Suche nach Neuigkeiten in Sachen Seborrhose und dergleichen und konnte es kaum fassen, als ich dieses Forum entdeckte. Wollte mich sofort anmelden, hat zwar leider beim 1. Versuch irgendwie nicht funktioniert (keine Aktivierungsmail gekommen), aber jetzt beim 2. Versuch ging es sofort. Ich bin froh, Euch hier gefunden zu haben und habe in der kurzen Zeit schon viele Tipps und Tricks gelesen, die mir das Leben bestimmt erleichtern.

Also, zu mir:
Ich bin mittlerweile 37 Jahre alt und lt. Aussage meiner Mutter trat das SE bei mir als Baby auf, es ging dann mit ca. 1 Jahr oder so weg. Nach der Pubertät, ich glaube, ich war so ca. 18 - 20, so genau erinnere ich mich nicht, kam es langsam wieder, erst war es einfach eine trockene Haut aber dann, ca. mit 25/26 ging es richtig los, mit 27 ging ich erstmalig zum Hautarzt wegen diesen komischen roten Stellen, die so schuppig waren und vor allem auch wegen meiner Kopfhaut die ich manchmal am liebsten mit einem scharfen Messer abgekratzt hätte weil es so juckte und ich nachts aufwachte, weil ich mich blutig gekratzt habe (im Schlaf). Der sah mich an, ganz kurz eigentlich nur, und meinte "Da haben wir ja ein schönes Beispiel für SE" - erst als er dann zu mir sagte "Willkommen im Club, ich lebe seit Jahren damit" begriff ich, dass ich das wohl seltene Glück hatte, einen Hautarzt (durch Zufall!!!) zu erwischen, der das gleiche hatte, wie ich. Gut, erstmal bekam ich Kortison, klaro, war ja so heftig, dass es fast bis auf´s "Fleisch" ging, aber ich wollte Kortison nicht wirklich lange nehmen. Nach ein paar Tagen war es besser aber dann kam es wieder. Als ich dann später schwanger war (also Kortison auch nicht möglich bzw. absolut unerwünscht!) begann ich zu experimentieren. Leider wurde bei meiner Tochter (jetzt 6) auch wie bei mir im 1. Lebensjahr SE festgestellt (ich dürfte es auch von meiner Mutter haben, wobei sie es mittlerweile nicht mehr hat, es besteht Hoffnung für mich 8-) ) mittlerweile ist sie aber auch symptomfrei, ich hoffe, das bleibt noch seehr lange so (ehrlich gesagt "reicht" ihre Zöliakie durchaus), mein Sohn (2) hat auch recht trockene Haut und es würde mich irgendwie nicht wundern, wenn auch er in diese Richtung geht, ich hoffe allerdings, er hat da mehr die robuste Haut seines Vaters.

Meine "Experimente":
Teebaumöl (ca. 20 Tropfen in ca. 100 ml gutes Olivenöl) half sehr gut gegen den Juckreiz auf der Kopfhaut und im Gesicht (auch gegen eventuelle Pilze im Intimbereich :D sehr zu empfehlen!) aber es verzögert weder die Intervalle zwischen den Schüben noch verbessert es an und für sich das SE, ebenso hilft die Kneipp-Creme mit Nachtkerzenöl und Urea (?) von DM gegen das unerträgliche Jucken ganz gut.

Cremes hab ich unzählige probiert, mal half die sehr schön, mal die, meistens eher fettige Cremes bzw. mit Zink oder Urea oder Olivenöl oder was weiß ich was. Jede half anfangs super und ich dachte, jetzt hab ich´s, aber dann, Gewöhnungseffekt, half irgendwie nichts mehr. Auch die Mavena B12 (ehem. rigividerm) half mir angangs genial, aber dann eben nicht mehr. Ich probier einfach viel aus aber außer den Kortisoncremes, die ja wirklich sofort was bringen, fand ich nichts, aber eben die wollte und will ich ja nicht. Zeitweise hat mir auch eine Kur mit selbstangesetzter Salzwasserlösung geholfen (2 g gutes Meersalz auf 100 ml abgekochtes Wasser, denke ich war es, mit Wattepad aufgetragen), Juckreiz besser, Schübe in längeren Abständen, weiß nicht, müsste es mal wieder probieren. Kurz gesagt, ich habe noch nicht mein Patentrezept für Schübe und für das Hinauszögern der Schübe gefunden.

Jetzt bin ich voller Hoffnung, weil ich bei Euch so viel gutes über Apfelessig gelesen habe, ich probiere es jetzt gerade aus (am Samstag vormittag entdeckt, samstag nachmittag Apfelessig von Alverde gekauft). Ich hoffe wirklich, ich bin damit bei "meiner" Therapie angelangt, da dieses ständige Ausprobieren irgendwann ganz schön an den Nerven zehrt, bis auf den Sommer, in dem wir viel Zeit in Italien/Griechenland verbringen (Meerwasser und das Klima sind absolut genial, bin wochenlang symptomfrei), bin ich teilweise schon arg gebeutelt, Augenbrauen, dazwischen, Nase, Nasenflügel, Oberlippe und Bereich rund um Nase und Lippen, Kopfhaut (waaah, am Samstag wollte ich am liebsten die Haare abrasieren und mit einem Skalpell die Kopfhaut herunterschaben, ich hab es einfach nicht mehr ausgehalten... alles verkrustet und juuuuuuuckeeeeend). Auch die Kosmetik ist sehr schwierig, aber da sag ich Euch ja nichts Neues.

Ich werde Euch bestimmt noch mit Fragen löchern, vorerst bin ich einfach nur absolut froh, nicht alleine zu sein mit diesem blöden SE und hoffe, Ihr seid nicht allzu böse oder schockiert über die Länge meiner Vorstellung, ich bin leider (und Gottseidank) eine Frau, und wir Frauen quatschen manchmal gerne. Außerdem kenne ich, außer meinem Hausarzt und mit dem quatsche ich natürlich selten, niemanden, der SE hat, auch wenn ich einige Neurodermitiker kenne, es ist doch irgendwie anders.

Ganz liebe Grüße an Euch alle, Danke für dieses Forum und jetzt schon im Voraus Danke für Eure Antworten auf die Fragen, die ich ganz bestimmt ganz schnell noch stellen werde.

LG
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Re: Moghwaigizmo1 stellt sich vor

Beitragvon moghwaigizmo1 » 15.02.2012, 22:49

wollte noch etwas hinzufügen, habe auch mehrfach mit Globuli und Schüsslern experimentiert, die haben immer wieder Besserung bzw. Verlängerung der SE-freien Intervalle gebracht, aber mit der Wunderlösung kann ich da leider nicht dienen, zumal ja gerade Globuli und Schüssler sehr individuell verschieden wirken und helfen können. Cortisonum C200 und Petroleum C200 waren es bisher bei mir, zusätzlich zu meinen Typenmitteln und dem "Frauenmittel" Sepia. Wäre mal interessant zu hören, ob jemand von Euch in dieser Richtung Erfolge erzielen konnte. Cortisonum hat bei mir einen recht argen Schub deutlich gemildert, leider ist es in dieser hohen Potenz so "umstimmend" dass es jetzt nicht mehr bei mir passt - und somit hilft - , aber anfangs hat´s arg gut geholfen. Petroleum musste ich über Monate hinweg regelmässig bzw. mit Pausen dazwischen nehmen, hat die Intervalle ganz gut verlängert, in denen ich Ruhe hatte. Vielleicht hat ja von Euch auch jemand mit denen Erfolg, ansonsten wünsche ich Euch viel SE-freie Zeit, was ja vor allem jetzt im Winter und bei den kalten Temperaturen, Heizungsluft und Co sehr wertvoll ist.

LG
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Re: Moghwaigizmo1 stellt sich vor

Beitragvon weedy89 » 25.02.2012, 14:59

allo,

wenn du 100-%ig ein S.Ekzem hast dann musst du die betroffenen Hautstellen unbedingt mit einer geeigneten Seife waschen und danach den Feuchtigkeitshaushalt ausgleichen z.B. mit einer Urea Gesichtscreme.

Die Seife sollte folgende Dinge erfüllen:

- pH-Wert 5,5
-für empfindliche Haut
-ohne Farb- & Konservierungsstoffe
-seifen- & alkalifrei

Falls du auch ein S. Ekzem auf der Kopfhaut hast empfiehlt sich ein Shampoo mit dem Wirkstoff "Piroctone Olamine". Achte außerdem auf weitere Inhaltsstoffe, richte dich z.B. nach der Ökotest Bewertung.

Auf http://www.codecheck.info kannst du das jeweilige Produkt eingeben und schauen welche Stoffe enthalten sind und ob diese gut oder schlecht sind....

Ich weiss selber dass es am Anfang sehr belastet, vorallem wenn es sehr schlimm schuppt und rot ist..
Ich selber bin mit der obrigen Pflege seit Jahren symptomfrei, auch im Winter wo viele eine Verschlimmerung festellen. Zudem ist diese Art der Behandlung extrem kostengünstig ca. 2-3 € im Monat für die 3 Produkte.

Wenn du noch Fragen hast sschreib mir einfach per PM ich schreib sobald ich kann zurück.

Peace :D
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Re: Moghwaigizmo1 stellt sich vor

Beitragvon weedy89 » 25.02.2012, 15:02

Von Naturheilkunde erhoffen sich viele Hilfe jedoch ist besonders bei Homöopathie Vorsicht geboten.
Homöopathie beruht auf der Erwartungshaltung des Patienten, dass die Behandlung wirken muss.
Versteh mich nicht falsch, es gibt sicherlich gute Ärzte die auch mit naturheilkundlichen Ansätzen arbeiten und durchaus Erfolge bei bestimmten Leiden erzielen, diese sind jedoch die absolute Ausnahme.

"In mehr als 100 wissenschaftlichen Studien konnte kein belastbarer Nachweis für eine Wirksamkeit homöopathischer Arzneimittel erbracht werden, die über den Placebo-Effekt hinausgeht"
A. Shang, K. Huwiler-Müntener, L. Nartey L, et al: Are the clinical effects of homoeopathy placebo effects? Comparative study of placebo-controlled trials of homoeopathy and allopathy. In: Lancet. 366, Nr. 9487, 2005, S. 726–732

Das Hauptproblem des S. Ekzems sind die Schuppen (Talgreste) diese dienen bestimmte Hautpilzen, Bakterien als perfekter Nährboden. Wenn diese Schuppen nicht richtig entfernt werden, breiten sich Hautpilze schnell aus und dann entsteht eine Entzündung (Rötung, starke Schuppung, Krustenbildung). Das wichtigste besteht also darin die Haut sanft und gründlich zu reinigen und die Schuppen zu entfernen. Danach eine geeignete Pflege zu benutzen. Auch Stress sollte man vermeiden bzw. kompensieren durch Sport/Entspannungsmethoden etc..


Grüße weedy89
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