Langjährige SE & Akne weg mit Naturkosmetik seit ½ Jahr

Deine persönliche SE Geschichte

Langjährige SE & Akne weg mit Naturkosmetik seit ½ Jahr

Beitragvon Take » 07.11.2015, 05:38

Hallo liebe SE-Mitgeplagte,

ich hatte vor knapp einem Jahr in dieses Forum hier hineingeschaut als ich auf dem Tiefpunkt meiner SE-Geschichte war und in den letzten Monaten, in denen es mir aufgrund eines glücklichen Zufalls so gut wie seit Jahren nicht mit meiner Haut ging, musste ich immer wieder an das Forum denken. Aber ich dachte mir: „Warte mal mindestens ein halbes Jahr ab, bevor du von Erfolgen berichtest – schließlich war es schon so häufig mal ein bisschen besser und dann wieder lala und so weiter...“. Aber nach der Wartezeit glaube ich nun, dass ich möglicherweise meinen Kampf gegen die SE in Kombination mit Akne wirklich gewonnen haben könnte!

Kommen wir zur Sache: Ich bin weiblich, 29 Jahre und SE wurde bei mir vor ca. 9 Jahren diagnostiziert. Das Ekzem habe/hatte ich v.a. im Gesicht in der Nasen-Mund-Gegend teilweise sehr stark schuppend. Hinzukommt dass ich seit meiner Pubertät bis vor kurzem an mittelschwerer Akne gelitten habe im Gesicht und auf dem Rücken – also eine anstrengende Doppelproblematik. Die Akne hat sich bei mir als Frau mit Pillenanwendung teilweise gebessert, aber als ich sie aufgrund von Unverträglichkeit etc. wieder abgesetzt habe, war das Leidensduo wieder komplett. Ich hatte immer das Gefühl, tue ich etwas gegen die Akne, wird das SE schlimmer und umgekehrt – es schien ein Teufelskreis zu sein.

Zu Beginn meiner SE-Zeit habe ich noch meinem Hautarzt naiv, expertengläubig vertraut und seine Akne-Keulen mit Kortisonsalbe Dermatop bei SE-Schüben recht brav angewendet (als Begleitpflege leichte Linola). Er meinte auf meine Nachfragen bezüglich des Kortisons, dass es ja nur eine „leichte Kortisonsalbe“ sei und es besser sei als sein Ruf... Naja, so habe ich einige Jahre mit Kortisonabhängigkeit vor mich hin gelebt und mein SE war so lala. Es kam und ging immer wieder – wie das halt so ist, aber in meiner Studienzeit hat mich das auch noch nicht extrem gestört, da ein gutes äußeres Erscheinungsbild nicht so wichtig war wie z.B. in meinem jetzigen Vertriebsberuf. Schließlich konnte ich Studienkollegen einfach erklären, was los ist – das funktioniert im Berufsleben aufgrund der professionellen Kommunikationsebene leider nicht mehr. Da registriert man dann einfach nur die Blicke nach dem Motto: „Ist das ansteckend?!“ – aber das kennt ihr ja. Mit dem Berufseinstieg vor zwei Jahren wollte ich also eine bessere Lösung. Zudem wollte ich vom Kortison und der Langzeitanwendung weg, auch weil ich von meiner Neurodermitis-geplagten Schwester weiß, was das für ein Zeug ist. Außerdem wurde meine Akne zu dem Zeitpunkt wieder schlimmer und später stellte sich heraus, dass ich sehr wahrscheinlich aufgrund der Langzeitanwendung auch noch eine kortikoidbedingte Akne entwickelt hatte.

Nachdem ich zu meinem Hautarzt sagte, dass ich vom Kortison wegwolle, begann meine Zeit als gefühltes menschliches Versuchskaninchen. Um die Versuchsergebnisse vorwegzunehmen: Es war mal mehr und mal weniger eine Katastrophe. Antipilzmittelchen kamen zum Einsatz Nizoral 2%, ClotriGalen 1% und Anmischung mit Erythromycin (Antibiotikum) mit Selergo 1%. All diese Versuche endeten in Verschlechterung der Akne, weil meine Haut einerseits aufgrund der Antipilzcremes extrem austrocknete und dann als Reaktion selbst versuchte nachzufetten. Zudem fühlte sich mein Gesicht an wie eine harte Maske, die juckte und wehtat. Nun ja, da sollte die Wolff Basis Creme mit Linola als Pflege Abhilfe schaffen. Das half alles nicht im zufriedenstellenden Maße.

Dann kamen die Immunsuppressiva-Keulen Protopic und Elidel. Protopic habe ich ein Jahr regelmäßig angewendet, weil das SE immer wieder kam, auch wenn es zwischendurch mal besser wurde. Im Bepackzettel steht: „Der Genuss alkoholischer Getränke kann dazu führen, dass die Haut bzw. das Gesicht rot werden und sich warm anfühlen“. Das war im Bezug auf die Reaktion meines Gesichtes gelinde gesagt eine Untertreibung. Nichts ahnend genossen mein Freund und ich eines Abends ein alkoholisches Getränk und mein Gesicht schwoll plötzlich an, wurde knallrot an den eingecremten Stellen und sehr heiß. Wir wussten erst gar nicht was los ist und haben mit Wasser etc. gekühlt. Er war drauf und dran mich ins Krankenhaus zu fahren. Und dann haben wir mal den Beipackzettel der Creme rausgeholt. Aha, da lag also der Hase im Pfeffer, dachten wir. Ich habe in dem Jahr dann wenig Alkohol getrunken, aber langsam schwante mir, dass das Zeug bei solch einer Hautreaktion nicht „ungefährlich“ sein kann. Auch nachdem ich Protopic gänzlich abgesetzt hatte, hielt die starke Alkoholempfindlichkeit wohl aufgrund der Hautdepotwirkung noch drei Monate an. Meine Hautärztin verschrieb dann als Alternative Elidel 10mg/g mit den Worten, dass das Alkoholproblem damit bestimmt besser wäre, weil sie noch nie von einer solchen Reaktion auf die Creme gehört hatte. Das Spiel war das Gleiche. Meine Einwände, dass bei einer solch starken Hautreaktion die Creme doch nicht gut für die Haut sein könnte, tat sie ab, obwohl ich mir noch nicht einmal Pickel im Gesicht desinfizieren konnte ohne Rötung etc. Sie meinte, ich solle mich einfach nicht so haben und auf jegliche Alkoholanwendung bzw. den Genuss desselbigen verzichten. Jedoch war mir das Hautergebnis gerade auch mit der Akne nicht so gut, als dass ich einfach mit dem Zeug weitergemacht hätte.

Ich war ziemlich am Ende mit den Nerven und beschloss Selbstexperimente durchzuführen – wenn Hautärzte auch nur Versuche mit mir machen, kann ich das schließlich auch mit mir selbst. Also suchte ich vor knapp einem Jahr in diesem SE-Forum nach Antworten und probierte u.a. Apfelessig (Ergebnis schreckliches Jucken, Brennen & keine Verbesserung), Propolis-Creme und Physiogel-Produkte haben leider auch nicht geholfen.

Und dann stand mir der Zufall bei. Eine Freundin erzählte mir von ihren guten Erfahrungen mit den Naturkosmetikprodukten von Dr. Hauschka bei ihrer unreinen Haut. Da dachte ich mir nach anfänglicher Skepsis (auch aufgrund der recht teuren Preise): „Naja, was soll’s, du hast nun schon einiges ausprobiert – warum nun nicht auch das...” Wegen der Preise habe ich mit den Probiergrößen angefangen vom Gesichtspflegeset Klärend. Die ersten Ergebnisse waren sehr vielversprechend sowohl hinsichtlich des SE als auch der Akne. Bald habe ich mir die normalen Packungsgrößen gekauft und konnte mich vor Begeisterung kaum halten. Ich war sehr erleichtert, dass ich trotz hautärztlicher Horror-Kapitulationsempfehlungen à la: „Finden Sie sich mit dem SE und der Akne ab. Das lässt sich halt bei Ihnen nur eindämmen, aber weg geht das nicht mehr.“ o.Ä. über Wochen und Monate so beschwerdefrei sein konnte. Ich verwende abends die Gesichtswaschcreme, dann Gesichtstonikum und derzeit das Nachtserum (experimentiere noch). Morgens wasche ich nur mit Wasser das Nachtserum ab und sprühe das Tonikum auf und verteile zwei, drei Gesichtsöltropfen im Gesicht (Produkte erhältlich im Bioladen oder Naturdrogerie). Anfangs war ich skeptisch bei dem Öl wegen der Akne, aber die Pflegelogik von Dr. Hauschka mit natürlichen Produkten, im Einklang mit dem Hautrhythmus die Hautbalance wieder herzustellen, funktioniert bei mir tatsächlich. Das Gesichtsdampfbad ist auch sehr gut, aber die teure Maske lässt sich durch einfache Heilerde ersetzen. Ich hätte nie gedacht, dass ich über lange Zeit so beschwerdefrei sein kann, aber meine SE ist in dem letzten halben Jahr nur 2x ein wenig über zwei, drei Tage zurückgekommen in Stresssituationen und ist mit Weiteranwendung des Pflegeprogramms auch wieder von selbst ohne Chemiekeule gegangen. Ich weiß, das klingt jetzt vielleicht nach Naturkosmetik-Gehirnwäsche und deshalb wollte ich auch erst ein halbes Jahr abwarten, bevor ich hier etwas schreibe. Ich dachte mir jedoch, wenn durch meinem Forumsbeitrag auch nur einer/einem geholfen werden kann, die/der genauso lange wie ich oder sogar noch länger auf der Suche nach einer gesunden, guten Langzeitlösung war, dann hat sich das Schreiben gelohnt.
:D

Ich hoffe, ich kann/konnte mit dem Text Hoffnung auf Heilung geben. Eines steht aber fest, Hautärzte habe ich seit Pflegebeginn mit den Dr. Hauschka-Produkten weder wegen Akne oder dem SE aufgesucht – wirklich vertrauen tue ich denen nach meiner Versuchsodyssee sowieso nicht mehr.
Take
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Re: Langjährige SE & Akne weg mit Naturkosmetik seit ½ Jahr

Beitragvon Sabbel » 09.11.2015, 10:34

Das ist toll! Gratuliere zu Deinem Erfolg!
Kosmetik ist bestimmt auch ein Faktor bei mir, aber leider nicht alles. Ich habe/hatte es sehr sehr stark. :(
Steter Tropfen höhlt den Stein.
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Re: Langjährige SE & Akne weg mit Naturkosmetik seit ½ Jahr

Beitragvon Take » 10.11.2015, 21:06

Hallo Sabbel,

hmm, ich kann nur sagen, was mir geholfen hat: 1) Den Hautärzten nicht mehr blind zu vertrauen und mich selbst über Inhaltsstoffe schlau zu machen. 2) Da die Hautärzte auch nur mit "Versuch und Irrtum" arbeiten, habe ich angefangen selbst Verschiedenes auszuprobieren, weil die Hautärztin am Ende mit ihrem Latein war. Außerdem will ich auch nicht mein ganzes Leben lang mit Chemiekeulen an meinem Gesicht herumdoktern.

Ich kann dir nur empfehlen die Naturpflegeprodukte von Dr. Hauschka einfach mal auszuprobieren. Denn die richtigen Hautpflegeprodukte können mitunter viel bewirken, auch wenn man das zu Beginn vielleicht nicht annimmt. Die Erfahrung habe nicht nur ich gemacht, sondern auch meine Schwester mit ihrer teilweise recht starken Neurodermitis. Sie nimmt zwar nicht Dr. Hauschka-Produkte, aber andere Naturpflege und seit sie konsequent auf chemische Dinge verzichtet, sieht auch ihre Haut endlich gut aus.

Ich wünsche dir auf jeden Fall viel Erfolg bei deiner Suche nach einer Lösung.
Gruß, Take
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