Ich trau mich nicht mehr aus dem Haus.

Deine persönliche SE Geschichte

Ich trau mich nicht mehr aus dem Haus.

Beitragvon Peppi » 20.10.2014, 13:21

Hallo ihr Lieben,

jetzt steht leider wieder der Winter vor der Tür. Für mich kommt damit auch ein neuer SE Schub, den ich monatelang nicht los werde. Zu Beginn: Ich habe SE nur im Gesicht.

Ich bin 19 Jahre alt, männlich und weiß mittlerweile einfach nicht mehr weiter. Ich hatte eigentlich immer "Porzellan-Haut". Leider litt ich aber auch schon immer unter einem enormen Waschzwang, der mir jetzt wahrscheinlich das Genick bricht.

Im Sommer 2012 ist mir das erste Mal aufgefallen, dass meine Haut fleckiger wurde. Ich hatte keine Pickel, aber viele kleine, rote Flecken im Gesicht. Spätestens da fing wohl alles so langsam an - Wenn nicht noch früher. Heutzutage wäre ich froh, wenn ich wieder so aussehen könnte wie vor zwei Jahren. Doch damals ging ich in meiner Eitelkeit sofort zum Hautarzt, welcher mir eine (milde) Schwefelsalbe verschrieb.
Wann immer ich rote Flecken bekam, tupfte ich über Nacht etwas von dieser Salbe drauf und das Problem war gelöst. Auch gegen Pickel und Mitesser wirkte das Zeug super.

Nach bestandenem Abitur gehe ich jetzt seit Dezember 2013 arbeiten. Ungefähr zur gleichen Zeit fing meine Haut merkwürdig an zu jucken. Im Januar war mein gesamtes Gesicht übersäht mit roten Flecken. Mein Hautarzt meinte, dass läge bloß am Wetterumschwung. Das konnte ich aber nicht glauben.

Ein anderer Hautarzt diagnostizierte dann SE. Er meinte, dass ich SE wohl schon mindestens seit 2012 habe, als mir sein Vorgänger die Schwefelsalbe verschrieb. Die Schübe kämen allerdings dadurch zustande, dass mein Körper mit Ausnahmesituationen zu tun hat: Neuer Arbeitsplatz, neuer Tagesablauf, Stress, Wetterumschwung, etc. So die Theorie.

Eine "Anti-Pilz"-Creme sorgte für eine kurzzeitige Milderung des Ekzems, hielt es aber nicht dauerhaft in Schach. Daraufhin versuchte ich es mit einem Aknemittel, welches ebenfalls nicht viel brachte.

Im Sommer sah es so aus, als hätte ich einfach nur unreine Haut. Die Flecken waren blasser. Mein Arzt meinte, dass läge daran, dass die Haut im Winter mehr Probleme habe, den natürlichen Säureschutzmantel aufrecht zu erhalten, als im Sommer. Leider hatten wir dieses Jahr wieder einen recht kurzen 'Sommer'.

Seit Anfang August sprießen die roten Flecken und Unreinheiten wieder. Ganz schlimm ist es jetzt im Oktober und ich will nicht wissen, wie es zur eisigen Weihnachtszeit aussieht. Meine Oma brachte mir aus ihrem Urlaub eine cortisonähnliche Creme mit (Betamethason). Die brachte bislang am meisten, auch wenn mir dabei nicht ganz wohl war. Bei regelmäßigem Auftragen (zweimal täglich) waren meine Flecken zufriedenstellend erblasst. Leider machte die Creme meine Haut so dünn, trocken und porös, dass sie sehr spannt und noch mehr schuppt, als sie es ohnehin schon tut.


Kurz gesagt ist mein Problem folgendes:

Ich weiß nicht genau, woher meine "SE-Erkrankung" kommt. Ich kann immer nur Theorien aufstellen.
Mittlerweile bin ich fast schon paranoid geworden und sehe in allem eine Gefährdung für meine Haut:

- ich esse keine Fertigprodukte mehr, weil ich mir einbilde, dass sie die Schübe verstärken. Ich verzichte außerdem auf Süßigkeiten, Milchprodukte und Softdrinks etc.
- an manchen Tagen desinfiziere ich mein ganzes Umfeld aus Angst, dass sich auf meiner Tastatur, auf dem Handy, oder wo auch immer Bakterien tummeln, die meine empfindliche Haut angreifen.
- an anderen Tagen wechsel ich meine Bettwäsche fast täglich, da ich denke, dass die Gesichtshälfte auf der ich nachts gelegen habe, auf einmal stärker betroffen ist, als die andere.
- dann bilde ich mir ein (?), dass ich zu oft/lange dusche oder dass meine Rasur die Haut zu sehr beansprucht. Dann setze ich beides ein paar Tage aus.
- ich weiß einfach nicht (mehr), wie ich mein Gesicht richtig pflegen soll. Welche Rasur ist die beste, welche Pflegeprodukte (wenn überhaupt) sollte ich benutzen? Soll ich mit oder ohne Feuchtigskeitscreme aus dem Haus gehen? Nur mit Wasser waschen? Apfelessig auf betroffene Stellen tupfen?

Was wie in welcher Reihenfolge?! Ich weiß es einfach nicht mehr. Ich kann auch nichts ausschließen, weil sich andauernd neue Theorien in meinem Kopf breit machen. Und alles klingt logisch. Ich stelle gefühlt jeden Tag mein Leben um. Ich weiß, dass auch dies sicherlich die Haut beansprucht, weiß aber auch nicht, bei welcher Lebensweise ich bleiben soll, da sich noch immer keine Erklärung für meine SE-Schübe gefunden hat.

Ich kann mein Gesicht nicht genau beschreiben:
Es fühlt sich trocken und an und spannt sehr. Wenn ich aber in den Spiegel gucke, glänze ich oft so sehr, dass ich denke ich hätte cm-dick Feuchtigkeitscreme benutzt.
Wenn ich drüber streiche, fühlt sich mein Gesicht ebenmäßig an, wie ein Babypopo mit vereinzelten Schüppchen. Wenn ich dann aber wieder im Spiegel schaue, sehe ich überall rote Flecken. Es sieht schlimm aus. Fast wie große "unreife" Pickel, die aber komischerweise zweidimensional sind.

Gibt es überhaupt eine Möglichkeit, das SE endgültig zu besiegen? Ich möchte nicht auf so viele Sachen aus Angst verzichten, sondern einfach wissen, was Schuld ist. Habe ich meine Haut damals zu sehr mit meinem Waschzzwang beansprucht? Was kann ich machen, damit ich endlich wieder ohne Bedenken aus dem Haus gehen kann?

Liebe Grüße

Peppi

PS: Sorry, ich kann mich so schwer kurzfassen. Für jeden kleinsten Tipp, bin ich dankbar. Bei Fragen kann ich alles nochmal haarkleinst erklären und erzählen. :)

PPS: Wie ich mein Gesicht derzeit pflege, kann ich nur schwer sagen, dass es sich fast täglich ändert. Momentan wasche ich es nur mit Wasser und tupfe regelmäßig Apfelessig auf die betroffenen Stellen, da ich mir erhoffe, damit das natürliche Gleichgewicht der Haut wiederherstellen zu können.
Peppi
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Re: Ich trau mich nicht mehr aus dem Haus.

Beitragvon hong2u » 20.10.2014, 18:32

Lieber Peppi,

lasse dir gesagt sein, dass ich deinen Schmerz ziemlich gut nachfühlen kann. Bei mir war es teilweise auch extrem schlimm im Gesicht und auf der Kopfhaut, teilweise auch auf der Brust.
Deine Bedenken bezüglich Stress und Ernährung sind absolut entscheidend. Nach sehr langer Zeit und etlichen Ärzten hatte eine Heilpraktikerin nebenbei mal erwähnt, dass eventuell eine Histaminintoleranz Grund sein könnte. Du musst wissen, dass es auch etliche Menschen gibt mit anderen Symptomen (Kopfschmerzen, Hustenanfälle etc.), die nie herausfinden, warum sie diese haben, obwohl es diese Histaminintoleranz sein könnte. Biochemisch will ich da nicht allzusehr darauf eingehen, weil ich da noch sehr ungebildet bin. Aber nehmen wir die beiden Aspekte Stress und Ernährung kurz durch.
Bei Stress wird Histamin ausgeschüttet, Entspannungsübungen wären also ganz passend, wie z.B. Autogenes Training o.ä.
Die schlimmste Sache ist die Ernährung. Mit dem Weglassen von Süßigkeiten und Fertigprodukten bist du schon mal auf einem guten Weg, doch leider sind Histamine in vielen anderen Dingen drinne. Ich hatte mich jedenfalls immer "gesund" ernährt mit Salate, mit Avocados und Tomaten z.B. Ich hatte viel Sauerkraut gegessen, Nüsse, Fisch aus der Dose und die Haut hat gejuckt - ich saaaaach dir dat.
Vor einem Jahr dachte ich noch, es wäre irgendein Darmpilz, der sich von Kohlenhydraten ernährt. In der Hoffnung auf Genesung hatte ich mich eben mit Lowcarb, also Fisch, vor allem geräuchert, und Nüssen ernährt - besser wurde es nicht. Nun esse ich also relativ einfach und schlicht, wie der Bauer vor hundert Jahren im Prinzip. Eine Liste mit histaminreichen Nahrungsmitteln findest du zu Hauf im Internet. Manchmal musst du auch ausprobieren und schauen, wie deine Haut reagiert. Hatte zuletzt Reismilch getrunken, da ich auch keine Milchprodukte vertrage. In den nächsten beiden Tagen kamen dicke schuppende Stellen im Gesicht. Dann hatte ich recherchiert und promt die Antwort gefunden, dass du Fermentation die Reismilch entsteht - ergo ist sie tabu.
Versuch dich an Hand der zahlreichen Listen, die fast miteinander übereinstimmen, ranzustasten. Wenn du noch irgendwelche Fragen hast, dann frag jeder Zeit. Versuch dich da durchzubeißen und die beste Genesungswünsche meinerseits.

Michi
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Re: Ich trau mich nicht mehr aus dem Haus.

Beitragvon -FaVi- » 21.10.2014, 00:22

Hallo Peppi,

hättest du deinen Text früher verfasst, hätte ich ihn glatt geguttenbergt. :D
All das was du schreibst habe ich mich auch gefragt bzw. tue es noch immer. Man wird hier im Forum, aber auch prinzipiell im Netz ja von Empfehlungen erschlagen, was an und für sich natürlich nicht schlecht ist. Man liest allerdings auch teils widersprüchliche Dinge und weiß irgendwann echt nicht mehr was man überhaupt tun soll. Ich war auch schon so weit für eine bestimmte Zeit nur noch Rohkost zu konsumieren (und davon auch nur bestimmtes), alle Textilien mit denen ich in Kontakt kam täglich bei mindestens 60°C zu waschen und natürlich alle möglichen Mittelchen auszuprobieren. Hier gleich vorweg: In einem sind sich denke ich alle Betroffene einig, nämlich beim Kortison. Ich habe trotz besseren Wissens über mindestens ein Jahr fast ausschließlich selbiges verwendet (vorher natürlich auch ab und zu) und kann aus eigener Erfahrung nur nochmal explizit davor warnen! Egal wie schlimm die Entzündung ist, ich nehme mir wirklich vor das Zeug nie wieder anzurühren. Bin erst seit wenigen Wochen ausgestiegen, und nehme jetzt seit 2 Wochen ausschließlich das altbekannte Nizoral. Meine Haut zeigt äußerlich prinzipiell keine Rötungen (was ich z.B. komisch finde), eine Besserung bzw. Verschlechterung mache ich bei mir an den Schmerzen fest, welche ich zurzeit auch kaum noch aushalte. Aber ich will nicht abschweifen, sondern ein paar Gedanken zu deinen Punkten schreiben:
- ich esse keine Fertigprodukte mehr, weil ich mir einbilde, dass sie die Schübe verstärken. Ich verzichte außerdem auf Süßigkeiten, Milchprodukte und Softdrinks etc.

Meine Erfahrung damit: Wenn der Verzicht schmerzt, verursacht der damit einhergehende Stress mehr Probleme als der Verzicht selbst eventuell kompensiert. Ich ernähre mich zwar auch recht gesund, aber komplett auf Zucker oder Milchprodukte wollte ich eigentlich nie aus freien Stücken verzichten. Meine Wochen ohne selbige brachten mir z.B. überhaupt keine Linderung, wie das bei längerem Verzicht aussieht weiß ich natürlich nicht. Ich will sicher niemandem zu ungesunder Ernährung raten und weiß auch, dass jeder anders reagiert, aber das war nunmal meine Erfahrung. Probiere einfach mal aus, ob es bei dir einen eindeutigen Unterschied macht. Wenn man all das oben genannte bzw. eine entsprechende Menge konsumiert, darf man sich natürlich nicht wundern, nur übertreiben und sich verrückt machen sollte man meiner Meinung nach nicht.
- an manchen Tagen desinfiziere ich mein ganzes Umfeld aus Angst, dass sich auf meiner Tastatur, auf dem Handy, oder wo auch immer Bakterien tummeln, die meine empfindliche Haut angreifen.

Das wird dem SE denke ich relativ egal sein. Ich könnte mir sogar vorstellen, dass z.B. das Suhlen im Schlamm der Haut gut tun könnte. PH-Wert, Inhaltstoffe etc.. Keine Ahnung, habs nie ausprobiert, aber Desinfektionsmittel sind für eine gereizte Hut denke ich auch nicht ganz so optimal.
- an anderen Tagen wechsel ich meine Bettwäsche fast täglich, da ich denke, dass die Gesichtshälfte auf der ich nachts gelegen habe, auf einmal stärker betroffen ist, als die andere.

Hier gibt es auch bei mir positive Erfahrungen. Ich wechsle meine ca. 1x pro Woche und wasche sie bei 60°C. Fast täglich würde denke ich aber keinen großen Unterschied machen.
- dann bilde ich mir ein (?), dass ich zu oft/lange dusche oder dass meine Rasur die Haut zu sehr beansprucht. Dann setze ich beides ein paar Tage aus.

Ich dusche auch recht kurz und bei gemäßigter Temperatur, weil die Haut sonst immer trockener wird. Manche empfehlen Wechselduschen, was mir persönlich aber eher schadet. Rasieren ist bei mir etwas unkonventionell. Statt Rasierschaum nehme ich parfümfreie Seife, die auch bei Schuppenflechte empfohlen wird und lasse deren Schaum einwirken. Gibt bestimmt auch Rasierschaum für sensible Haut, aber ich mach das jetzt so seit der Bär in mir raus will und es gab eigentlich nie Probleme dadurch. :D Ob eine trockene Rasur schonender ist kann ich nicht sagen. In jedem Fall aber natürlich auf die Schärfe der Klingen achten.
- ich weiß einfach nicht (mehr), wie ich mein Gesicht richtig pflegen soll. Welche Rasur ist die beste, welche Pflegeprodukte (wenn überhaupt) sollte ich benutzen? Soll ich mit oder ohne Feuchtigskeitscreme aus dem Haus gehen? Nur mit Wasser waschen? Apfelessig auf betroffene Stellen tupfen?

Wenn die Haut um die Bartpartie mal richtig gereizt ist, verzichte ich durchaus auch mal auf die Rasur. Ich hab da das Glück, dass meine Liebste auf kleine Stoppelchen steht. :D Aber ich würde es denke ich auch im umgekehrten Fall tun. Da geht die Haut dann vor. :P
Auch wenn du zurzeit sowieso schon sehr viel ausprobierst, die richtigen Cremes und Anwendungskombinationen müssen wir wohl leider alle selbst für uns finden. :(
Ich habe allerdings den Eindruck, dass du dich in vielen Situation extrem viel Stress aussetzt. Hier kann dich sicher jeder verstehen was das angeht, weil wir natürlich alle eine Lösung suchen und Dinge, die logisch klingen möglichst schnell ausprobieren möchten. Aber wie hong2u schon schrieb, solltest du dir evtl. mal autogenes Training o.ä. anschauen. Das lindert zwar nicht sofort dein Ekzem, aber du wirst ausgeglichener und bekommst (falls du das möchtest) evtl. sogar ein bisschen Einfluss auf deinen Waschzwang. Bei mir ist es z.B. so, dass übermässige Pflege auch das Ekzem verstärkt. 2x am Tag lauwarmes Wasser ohne irgendwas ist für mich bis jetzt der beste Weg. Falls dir das keinen zusätzlichen Stress bereitet, kannst du ja auch das mal ausprobieren.
Hoffe meine (kurz gefassten 8-) ) Gedanken sind wenigstens ein bisschen zu gebrauchen. :|

LG

Edit: Wenn es dem Winter zugeht hole ich mir immer eine Packung Dekristol (Vitamin D), was meiner Haut lustigerweise über die kalten Zeiten merkbar hilft, während die sonst übliche UV-Dosis ihr eher schadet. Verstehe ich bis jetzt auch nicht. :geek:
-FaVi-
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Re: Ich trau mich nicht mehr aus dem Haus.

Beitragvon Ryan93 » 21.10.2014, 10:41

Hi lese dir mal diese Seite durch http://www.zentrum-der-gesundheit.de/da ... em-ia.html
ich kann bei mir steuern ob mein Ekzem besser oder schlechter wird
wenn ich Kohlenhydrate aus meiner Ernährung raus lasse also nicht nur zucker sonder auch stärke
Aber ich masche das immer nur eine Woche dann esse ich wieder Normal und dann wird es wieder schlechter
ich werde das in der Nächsten Zeit mahl über mehrere Wochen machen
Weil ich mir vorstellen kann das es dann ganz verschwindet
Immer wenn ich die Woche masche wo ich keine Kh esse nehme ich auch ein pilz mittel ein grapefruitkernextrakt oder eine Knoblauchzehe jeden Tag
Es gibt noch andere pilz mittel aber ich finde die sind am besten
Ryan93
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Re: Ich trau mich nicht mehr aus dem Haus.

Beitragvon Peppi » 21.10.2014, 16:30

Vielen Dank für die netten Antworten :)

Ich durchschau noch nicht ganz, wie man Textpassagen zitiert, aber das klappt schon noch irgendwann.

Was die Ernährung angeht, bin ich echt am Verzweifeln.
EIgentlich liebe ich Milchprodukte. Von mir aus könnte selbst Käse nochmal mit Käse überbacken werden :D :oops:

Aber als ich gelesen habe, dass Milchprodukte zu fettiger und unreiner Haut führen können, hab ich mir natürlich sofort eingeredet, dass meine Unreinheiten daher kommen. Da ich auf der Arbeit mittags viele Fertigprodukte gegessen habe, kam ich irgendwann auf den Gedanken, dass meine Haut von jeglichen Zusatzstoffen angegriffen wird. Die findet man ja haufenweise in den meisten Tiefkühlkostsachen :(

Und wenn ich dann auf etwas davon verzichtet habe - vor Allem der Käse fällt mir schwer - habe ich mir eine Milderung eingebildet (?). Ich möchte jezt aber endlich wissen, woran es liegt. Man kann ja nicht auf alles verzichten.

Es sind so viele Dinge, die mich einfach verunsichern: Ernährung, Rasur, Pflege, Hygiene etc.
Dinge, die mich vorher nie beschäftigt haben. Ich konnte immer Unmengen an Fastfood verdrücken ohne einen Pickel zu haben. Nun muss ja irgendwas passiert sein, weswegen meine Haut so empfindlich ist.

Und genau deswegen mache ich mir so einen Stress. Ich bin es einfach nicht gewohnt, schlechte Haut zu haben. Als es im Sommer (wahrscheinlich wegen der Sonne und meinem stressfreien Urlaub) glücklicherweise besser wurde, dachte ich wirklich, ich hätte diese für mich grauenvolle Zeit überwunden. Dass es jetzt zur Herbst/Winterzeit wieder kommt, macht mir Angst. Mit einer chronischen 'Krankheit' kann ich irgendwie nicht umgehen. :o


Ich glaube ich probiere jetzt nochmal Nizoral. Das habe ich bis vor ein paar Wochen auch genutzt. Wie oft und wann nutzt du Nizoral denn, FaVi? Täglich? Morgens und abends? Nur auf betroffenen Stellen?

Ich danke euch weiterhin sehr für eure Antworten und Tipps :)

LG

PS: Ich glaube, so Entspannungsübungen am Abend würden mir echt mal gut tun. Ich fühle mich tatsächlich sehr unausgeglichen, weil ich mir über alles einen Kopf mache.
Peppi
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Re: Ich trau mich nicht mehr aus dem Haus.

Beitragvon -FaVi- » 21.10.2014, 19:20

Wie schon gesagt, der Verzicht auf bestimmte Lebensmittel wird sicher irgendeine Veränderung bringen, aber mir hat z.B. Milchverzicht nicht geholfen. Habe auch ganz frisch eine Fastenkur hinter mir, weil mich die Candida Beteiligung bzw. natürlich prinzipiell die des Darms durchaus interessiert. Es kann daran liegen, dass ich nicht auf die richtige Art gefastet habe oder daran, dass ich (meiner Meinung nach) eine Mischerkrankung habe, aber auch nach dieser Zeit hat sich am Ekzem keine merkbare Verbesserung eingestellt. Ich merke zwar durchaus positive Veränderungen, aber die Haut zeigt wie gesagt wenig davon. (Paradoxerweise ist es bei mir sogar so, dass die Haut subjektiv besser wird, wenn ich übermüdet bin, was aber natürlich auch nur eine Gefühlsüberlagerung sein könnte.) Andere berichten genau das Gegenteil, daher bleibt wie gesagt jedem wohl nur die Möglichkeit es auszuprobieren. Dass der Darm aber eine Rolle beim Hautbild spielt, ist denke ich unumstritten. Die Produktion von Talg wird durch fettige Speisen definitiv beeinflusst, aber bei mir zeigt sich bei Ernährungsänderungen wie gesagt keine wirkliche Besserung am Ekzem. Ich muss natürlich dazu sagen, dass ich auch noch nie probiert habe es richtig krachen zu lassen und mich nur noch von Fastfood und Limo zu ernähren. Wäre zwar mal interessant zu sehen wie meine Haut darauf reagiert, aber das will ich eigentlich ungern testen.

Ich durchschau noch nicht ganz, wie man Textpassagen zitiert, aber das klappt schon noch irgendwann.

Dafür musst du den zu zitierenden Text zwischen die Zeichen [ quote ] und [ /quote ] (ohne Leerzeichen) setzen, was du mit einem Klick auf das "Quote" Kästchen über dem Texteingabefeld automatisch erhältst. Musst dann nur noch die entsprechende Passage einfügen. :)

Aber zurück zum Thema: Ich kann das echt nachvollziehen. War früher immer sehr gerne im Freibad und im Meer - heute kann ich nicht mal ohne Schirm im Regen spazieren laufen ohne die Strafe zu bekommen. Mir geht das auch tierisch auf den Geist so elementare Dinge "verboten" zu bekommen. Eine Lösung habe ich auch noch nicht gefunden, aber die Tatsache, dass viele eine für sich gefunden haben, macht mich zuversichtlich auch eine für mich finden zu können. Momentan nehme ich ausschließlich das Nizoral morgens und abends nach dem Duschen. Wenn mein Gesicht dann doch mal unerwünscht nass wurde, muss es bis jetzt auch danach nochmal sein. Ich hoffe aber, dass sich das verbessert und ich vielleicht nur noch 1x am Tag oder noch seltener eingreifen muss. Habe zwar auch am Rücken und an der Brust Symptome, die behandle ich aber nicht aktiv. Ich bin mir sicher, dass die jahrelange Kortisonbehandlung diese Bereiche erst miteinbezogen hat, daher hoffe ich nun einfach, dass sie nach Absetzen des selbigem auch wieder von selbst zur Ruhe kommen.
-FaVi-
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