Gerade erst die Diagnose erhalten

Deine persönliche SE Geschichte

Gerade erst die Diagnose erhalten

Beitragvon IchMagSpiegelNetMehr » 20.04.2012, 10:00

Hallo liebe Leidensgenossen,

dann stell ich mich mal kurz vor:
Ich bin weiblich und 28 Jahre jung.
Ich habe die Diagnose erst vor kurzem erhalten. Ich habe schon seit längerem Probleme mit meiner Haut. Bisher dachte ich immer, ich bin ein sehr trockener Hauttyp und habe mit verschiedenen Kosmetika gecremt, aber es gab keine Besserung. In der Pubertät habe ich nie mit Pickeln oder ähnlichem zu kämpfen gehabt. Erst in den letzten 2 Jahren hatte ich manchmal kleine rote Beulen im Gesicht, ähnlich wie ein Pickel. Ich dachte auch anfangs, es käme ein Pickel nach der Schwellung, aber der blieb immer aus. Nun ist es in diesem Winter schlimmer geworden. Ich hatte ständig mit Erkältungskrankheiten zu kämpfen und kaum war ich mit einer davon durch, kam erst eine kleine rote Schwellung am Nasenflügel oder unter dem Auge und am nächsten Tag direkt daneben noch eine. Irgendwann war die halbe Nase rot und leicht angeschwollen, unter den Augen hatte ich mehrere und auch in den Augenbrauen und über der Augenbraue. Da der Blick in den Spiegel irgendwann zum Albtraum wurde und ich nicht mehr wusste, was ich tun kann, bin ich zur Hautärztin. Diese stellte sofort die Diagnose SE, gab mir zwei Rezepte mit. Beide Cremes enthalten Antimykotika/ Antibiotikum, die eine wird in der Apotheke angemischt und enthält Erythromycin (angeblich gegen die Rötungen). Nach zwei Wochen Anwendung wurde es etwas besser, dann habe ich die Anwendung 2 Tage vergessen und es wurde auf Anhieb deutlich besser. Ich war dann eine Woche beschwerdefrei, und dann kam die nächste Beule, nachdem ich wieder ein paar Tage mit Lymphknoten-/ Seitenstrang-Schwellung mich abgekämpft hatte (wieder ein Infekt, der aber nicht richtig ausgebrochen ist - klassisch bei mir).

Ich hatte von SE noch nicht so viel gehört und hab dann mal angefangen im Internet zu lesen.
Es steht immer geschrieben, dass SE mit Schuppung zu tun hat, aber ich habe minimale Schuppungen und die stören mich nicht so sehr. Aber von diesen roten Beulen/ Schwellungen habe ich bisher nichts gelesen und nun wundert es mich, dass meine HÄ sofort SE diagnostiziert.

Ach ja, bei meinem letzten Besuch habe ich von meiner HÄ noch eine Creme und ein Shampoo bekommen - Aktivpflege bei Neigung zu SE. Die Tagescreme habe ich heute ausprobiert und irgendwie hab ich das Gefühl, mein Gesicht "schwitzt" stärker, hatte richtig kleine Schweißperlen auf dem Weg zur Arbeit...

Gibt es noch mehr SE-Patienten, die eher weniger Schuppungen haben und dafür diese rote Beulen?
Ist das überhaupt SE? Kann das nicht auch eine hormonelle Störung sein (Verdacht - Pille wird nicht mehr vertragen?)? Oder hängt es einfach nur mit einem schwachem Immunsystem zusammen?

Wie sind eure Erfahrungen mit Kosmetika/ Medikamenten?
Hat einer von euch auch diese Erythromycin-Creme ausprobiert?
Habt ihr Erfahrungen mit medizinischen Kosmetikern gemacht? Bringt das was?

Fragen über Fragen - momentan fühl ich mich echt hilflos. Mein Selbstbewusstsein war ja schon nicht das Beste, aber jetzt mit diesen roten Schwellungen/ Flecken/ Beulen im Gesicht schwindet es von Tag zu Tag mehr dahin.

Würde mich freuen, wenn ich ein paar Erfahrungen von euch berichtet bekomme. Vielleicht hilft mir ja der eine oder andere Tipp, damit besser umgehen zu können...

Ach ja, war schon mal einer beim Heilpraktiker und wenn ja, wie war's?
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Re: Gerade erst die Diagnose erhalten

Beitragvon Luardess » 20.04.2012, 11:12

Hi,

ich hab meine Diagnose gestern bekommen und mich natürlich auch gleich im Internet informiert.
Hatte heutw sowieso einen Termin beim Heilpraktiker, der mir dann sagte, daß es von SE verschiedene Formen und Unterformen gibt. Ich habs z.b. auf der Kopfhaut, aber nicht die gelblichen, fettigen Schuppen und auch nicht fettige Haut. Eben ein anderer Typ von SE.
Er hat mir zwei Mittel zur inneren Unterstützung aufgeschrieben und ein Shampoo für die Kopfhaut gegeben, heißt Sebexol.
Ich würd Dir raten auf jeden Fall zu einem guten Heilpraktiker zu gehen und das mal mit ihm zu besprechen.

Mein Hautarzt gab mir gestern ein Anti-Schuppenshampoo mit Pilzmittel, hab ich natürlich gleich ausprobiert und könnte nun an die Decke gehen, so arg juckts und beißt es. Deshalb hab ich das Shampoo vorhin nach meinem Heilpraktikerbesuch wieder zum Hautarzt zurückgebracht. Hat keinen Sinn. Er meinte, weitere Behandlung wäre Cortison, was mir aber definitiv nicht auf meine Kopfhaut kommt. Ich versuchs nun mit allem anderen. Hier im Forum gibts gute Tipps :-)

Lg Steffi
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Re: Gerade erst die Diagnose erhalten

Beitragvon Claire » 23.04.2012, 14:38

Hallo IchMagSpiegelNetMehr,
hast du schon mal was von Rosazea gehört? Weil du von diesen Pickeln schreibst... Ich selbst hab leichte Rosazea und SE, allerdings kein größeres Problem mit Pickeln. Ansonsten würde mir noch eine Follikulitis einfallen (verursacht durch Bakterien, Milben, Pilze). Du kannst ja mal im Internet nach Bildern suchen, vielleicht hilt dir das!
Geh auch ruhig nochmal zu einem anderen Hautarzt und lass es anschauen - es gibt sehr viele sehr wenig kompetente HÄ...
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Re: Gerade erst die Diagnose erhalten

Beitragvon IchMagSpiegelNetMehr » 25.09.2012, 10:36

Hallo, da bin ich wieder.
Vielen Dank für die bisherigen Antworten, Anregungen und Tipps.
Ich habe die letzten Monate einfach mal versucht nur zu beobachten und weiterhin nur eine Creme genutzt.
Inzwischen scheint es so, dass diese roten Schwellungen im Zusammenhang mit meinem Zyklus stehen.
Immer wenn ich nur noch ein bis zwei Pillen vor der monatlichen Pause zu nehmen habe, fängt es an, dass ich eine - zwei Schwellungen bekommen, dann wird es von Tag zu Tag mehr und sobald ich mit dem neuen Blister meiner Pille anfange, dauert es noch circa 3-4 Tage und es wird alles wieder deutlich weniger. Das bedeutet für mich in einem Monat mindestens eine Woche bis zu 14 Tage "scheiße" aussehen und den Spiegel meiden.
Ich hab mich jetzt über die letzten Monate daran gewöhnt, jedoch beschlossen, meine Pille demnächst (bis die noch vorhandenen Streifen leer sind) abzusetzen. Ich rechne dann erst einmal mit einem schlimmen Anfang, hoffe aber, dass sich durch die Veränderung meines Hormonhaushaltes irgendwie auch diese Schwellungen wieder legen. Sie sind ja nicht nur extrem unschön, sondern es schmerzt auch sehr (Druckgefühl).
Ich war bei noch keiner/ keinem anderen HA, werde aber, wenn ich meine Pille abgesetzt habe, meine HÄ wieder aufsuchen und dann ggf. eine Zweitmeinung zusätzlich einholen. Das Problem ist, dass bei so vielen verschiedenen Hauterkrankungen ich nicht weiß, wann der Arzt denn Recht hat. Ich habe bei schon so vielen Patienten der SE gelesen, dass sie bei zig Ärzten waren und jeder hatte eine andere Diagnose. Was soll man denn da noch glauben? Und welcher Arzt hat dann Recht?

@ Claire: Ich habe sowohl von Rosazea und auch von Follikulitis gehört und mir schon diverse Bilder im Netz angesehen, aber nichts ist mit dem was ich habe vergleichbar. Ich habe auch meine Hautärztin auf Rosazea angesprochen, sie konnte das angeblich ausschließen. Aber ich werde mal sehen, was das Pille-Absetzen bringt und wie sich meine Haut dadurch verändert. Je nachdem, werde ich wohl weitere HA aufsuchen.

@ Steffie: Was ist denn aus deiner Situation geworden? Hat das Mittel vom Heilpraktiker geholfen? Wie sind deine letzten Monate verlaufen? Kannst auch du einen Rhythmus/ Zyklus feststellen? Was hast du sonst noch ausprobiert?

Ich würde mich über neue Antworten sehr freuen. Auch wenn ich nur ein seltener Forumsgast bin, finde ich es toll, dass es dieses Forum gibt und ich immer mal wieder von anderen Erfahrungen lesen kann. Das macht mir manchmal Mut, manchmal aber auch leider Angst.

Liebe Grüße ans alle Leidensgenossen/ Interessierten!
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Re: Gerade erst die Diagnose erhalten

Beitragvon Luardess » 25.09.2012, 21:22

Ich habe kaum noch Beschwerden. Habe einige Male das Shampoo vom Heilpraktiker benutzt, und seither kaum noch jucken und kaum Schuppen. Bin auch grade am ausprobieren, inwiefern das etwas mit Ernährung zu tun hat. Seit einigen Tage lass ich alle Milchprodukte weg, auf Kohlehydrate verzichte ich ja schon längere Zeit weitgehenst.
Leider hab ich seit einigen Tagen eine Nebenhöhlenvereiterung und muß seit gestern Antibiotika nehmen.
Ich meine, meine Kopfhaut juckt stärker. Ist jetzt natürlich doof, kann nicht einschätzen, ob der Verzicht auf Milch was bringt.
Ich werds weiter versuchen.
Lg Steffi :-)
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Re: Gerade erst die Diagnose erhalten

Beitragvon IchMagSpiegelNetMehr » 26.09.2012, 13:10

Hallo Steffi,

es freut mich, dass du kaum noch Beschwerden hast, dann hat sich der Gang zum Heilpraktier für dich ja voll gelohnt :-)
Wünsche dir, dass die Nebenhöhlenvereiterung schnell verschwindet und die Nebenwirkungen des AB nicht stärker werden.

Je nachdem wie es sich bei mir nach Absetzen der Pille entwickelt, werde ich evtl. auch den Gang zum Heilpraktiker wagen.

Würde mich freuen, wenn du berichtest, was der Verzicht auf Milchprodukte bringt.

Lieben Gruß und gute Besserung!
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Re: Gerade erst die Diagnose erhalten

Beitragvon Luardess » 26.09.2012, 19:50

vielen, lieben Dank. Wie gesagt, es wird noch eine Weile dauern. Ich muß diese Antibiotika nun 10 Tage nehmen, danach muß ich meine Kopfhaut erst wieder normalisieren, wenn man das so sagen kann.
Und dann erst werd ich sehen, ob der Verzicht auf Milchprodukte bei mir auch was bewirkt, bei vielen anderen wirkt sich das ja sehr positiv aus. Ich möchte es ja nur ausprobieren. Dauerhaft auf Milchprodukte verzichten möchte ich nicht, dazu ess ich viel zu gerne Mozarella und Joghurt :-)
Liebe Grüße von mir
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