Ein stilles Hallo

Deine persönliche SE Geschichte

Ein stilles Hallo

Beitragvon Chev » 18.10.2016, 18:37

Hallo zusammen

seit längerer Zeit lese ich hier und auch in anderen Foren passiv mit.

Das Ekzem begleitet mich seit 17 Jahren jetzt. Wenn ich den Schilderungen anderer vergleiche, habe ich eher eine leichte Form des SE. Angefangen hat es mit wenigen Kopfschuppen, welche ich jedoch mit Head & Shoulders im Griff habe, so dass mich dies nicht stört. Nach einiger Zeit kam diese T-Zone hinzu. Rötungen und eine leichte Form von Schuppen. Die Rötungen sind nur zwischen den Augenbrauen und seitlich der Nase. Die Schuppen an den Augenbrauen, seitlich der Nase, Kinn und am Rande des Bartwuchses sowie das rechte Ohr. Seit geringer Zeit treten sie auch rund um die Augen auf. Wie gesagt, verglichen mit anderen fast nicht die Rede wert.
Dennoch treibt mich dies zur Verzweiflung und starke Depressionen. Alle 20-30min kontrolliere ich mein Gesicht mit einem Handspiegel, entferne Schuppen was zu Rötungen führt. Tagtäglich durchforste ich das Internet für 1-2 Stunden, um das Wundermittel für mich zu finden. Wenn ich auf was stosse was ich noch probiert habe, keimt Hoffnung auf, was jedoch nach Anwendung bisher leider immer wieder eine Enttäuschung nach sich zog. Mein finanzieller Aufwand für die Bestreitung des Problems liegt im mittlerweile im höheren 4stelligen Bereich. Scheue hier auch keine Kosten, es zeigt einfach auf das ich schon vieles versucht habe. Meist hat eine neue Behandlung auch Erfolg, aber nach der 3. oder 4. Anwendung verpufft die Wirkung.
Wie gesagt, es ist mir bewusst, dass viele von Euch mit weit aus schlimmeren Symptomen zu kämpfen und mir kommen dabei auch oft die Tränen wenn ich es mir vorstelle. Bei mir ist wohl auch weniger das SE selbst was mir zu schaffen macht, sondern die Depressionen. Ich verliere irgendwie den sozialen Kontakt. Eine Beziehung hatte ich schon seit 16 Jahren nicht mehr. Eine Frau anzusprechen traue ich mich nicht mehr, gar richtig anzusehen ist für mich schon schwierig, da ich mein Gesicht automatisch abwende. Aus dem Haus gehe ich auch nur kaum, obwohl vor allem Sommer die frische Luft und die Sonne gut tut (für Haut und Seele). An Aktivitäten von Freunden nehme ich kaum mehr teil.
Habe mich hier angemeldet, um einfach mal ein Ventil für mich zu schaffen. Zu Ärzten habe ich mittlerweile kein Vertrauen mehr, meine Eltern begrüssen mich jedes mal mit "sieht doch gar nicht so schlimm aus", was vielleicht stimmen mag, aber für mich ist es jedes mal ein Schlag in den Magen und ich fühle mich nicht verstanden.

Ein lieber Gruss
Chev
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Re: Ein stilles Hallo

Beitragvon eloy » 18.10.2016, 19:02

Hallo @Chev

dein Post hat mich gerade sehr berührt.

Sei herzlich willkommen hier im Forum, ich bin mal so frei und übernehme die Begrüßung.
Ich bin ja auch noch nicht so lange hier und werde jetzt dann gleich auch einen Beitrag schreiben...

L.G. eloy
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